Soll ich mir Entscheidungen gut überlegen?

Sigmund Freud soll gesagt haben, dass man über die wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben nicht lange nachdenken solle. Warum? Auch wenn seine Begründung wissenschaftlich überholt erscheint, bestätigen aktuelle Forschungsergebnisse der Neurobiologie das Statement. Daniel Hahnemann, der erste Psychologe, der den Nobelpreis für Ökonomie erhalten hat, spricht von zwei Systemen, die unser Verhalten steuern, ein bewusstes und ein unbewusstes. Das bewusste System ist der rationale Verstand, der nur eine begrenzte Anzahl von Informationen gleichzeitig verarbeiten kann und das auch nur relativ langsam. Das unbewusste System, welches Hahnemann schlicht System 1 nennt, andere Neurowissenschaftler sprechen von dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis, agiert dagegen sehr viel schneller und ist auch in der Lage komplexen Zusammenhänge sehr schnell bewerten zu können. Freud empfahl genau aus diesem Grunde bei den entscheidenden Weichenstellungen im Leben eher dem Unbewussten zu vertrauen. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang noch sehr gut an ein Gespräch, das mich fassungslos zurückließ: eine Trainerkollegin erzählte von ihrer bevorstehenden Hochzeit und etwas freundlich provozierend fragte ich, ob sie sich das auch gut überlegt habe. Zu meinem großen Entsetzen lautete ihre Antwort: „Ja, sie habe einmal gehört, dass wenn bei einer Entscheidung 51% dafür sprächen, man es machen solle … “ – sie hatte es sich also gut überlegt! Mir hat es die Sprache verschlagen: Wie lange würde die Ehe wohl halten? Zwei Jahre? oder nichteinhaltung so lange? Hatte sie als Trainerin mit BWL-Hintergrund sich eine Entscheidungsmatrix gemacht, Kriterien formuliert und gesichtet? Oder mit Hilfe des Inneren-Teilemodells ihr inneres Parlament einberufen und eine Abstimmung durchgeführt?

Aus meiner Sicht – und da mag ich Romantiker sein – gibt es in Liebesdingen nur ein Ja oder Nein. Und: Alles, was kein Ja ist, ist ein Nein. Unter diesem Gesichtspunkt spricht vieles dafür, es mit Freud zu halten und in wichtigen Dingen seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Es gibt die Gewissheit, sich richtig entschieden zu haben – auch wenn es natürlich keine glückliche Zukunft garantieren kann.

Ziele erreichen und Spaß haben – Vom Sollen zum Wollen

Na, was haben Sie sich denn fürs Neue Jahr so vorgenommen?

Endlich ein gesünderes, sportlicheres Leben anzufangen? Nun aber wirklich mit dem Rauchen aufzuhören, oder ein paar Kilos abzunehmen? Der Januar ist  ja bekanntlich der Monat der guten Vorsätze. Wie schwer es sein kann, diese auch erfolgreich in die Tat umzusetzen weiß jeder, der schon den ein oder anderen Versuch  unternommen hat.

Oft reicht unsere Motivation oder der Wille zum Durchhalten gerade mal bis Anfang Februar. Dann ist es gerne mal zu kalt, oder zu warm, man hat zu viele oder zu wenige Termine, noch gar nichts gegessen, endlich mal die Möglichkeit einen guten alten Freund zu treffen oder schlichtweg – keine Lust zieldienlich zu handeln. Dieses Phänomen  wird auch gerne mal als der  „innerer Schweinehund“ bezeichnet.  Schreckliches Vieh, dass einzig und allein dazu da ist, zu verhindern, dass wir endlich das tun oder lassen, was wir doch unbedingt als geboten und sinnvoll erachten. Meistens gewinnt das Biest. Und dann fühlen wir uns erst richtig mies! Gilt  doch das „Besiegen des Inneren Schweinehundes“, als glorreiche Überwindung von Faulheit und mangelnder Disziplin.

Wie wäre es also, mal etwas ganz anderes auszuprobieren? Wenn es eine Möglichkeit gäbe, dieses verflixte Wesen nicht länger in Schach halten zu müssen, sondern seine Kraft sogar in den Dienst der angestrebten Veränderung zu stellen? Erstaunt zu erleben, wie es ungeduldig in die beabsichtigte Richtung zieht? Zu spüren, dass Bedürfnis und Intention ein und dasselbe sein können?

Mit dem «ZRM®» Training erlernen Sie eine Methode, die zur gezielten Entwicklung von individuellen Handlungspotenzialen eingesetzt werden kann. Im Wirtschafts-, Gesundheits- und Sozialbereich wie auch im Spitzensport kommt sie heute schon erfolgreich zur Anwendung Die ZRM-Trainingsmethode beruht auf den neuesten neurobiologischen Erkenntnissen aus der Motivationsforschung  und Studien zu menschlichem Lernen und bezieht systematisch kognitive, emotionale und physiologische Aspekte in den Entwicklungsprozess mit ein.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Neues Jahr – may all your dreams come true!